HSG Baunatal entführt hochverdienten Punkt beim Favoriten

von HSG-Online-Redaktion

HSG Breckenheim/Walla/Massenheim 31:31 (16:18)

Jubel auf der Bank der HSG Baunatal. (Foto: Wiesbadenaktuell.de)

 

Wiesbaden – Für eine faustdicke Überraschung sorgte Oberliga-Aufsteiger HSG Baunatal. Die Handballer aus der VW-Stadt holten bei der bisher ungeschlagenen HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim beim 31:31 (18:16) einen Punkt.

Die HSG musste ohne Adrian Rudolph (Dienst) zu der Spielgemeinschaft mit dem ehemaligen Deutschen Meister Wallau-Massenheim reisen. Auch war unklar, ob es Luca Rietze, (Dienstschluss nach der Mannschaftsabfahrt) noch rechtzeitig zum Anpfiff schafft, in Breckenheim einzutreffen. Doch Torwarttrainer Alexander Lubadel machte es mit seinem Privat PKW möglich, holte Rietze nach Dienstschluss ab und beide trafen noch rechtzeitig in Breckenheim ein.   

„Angesichts der Ausgangssituation ein gewonnener Punkt, nimmt man die Spielanteile, ein verlorener“, sagt Tobias Oschmann, der zusammen mit Trainer Mike Fuhrig auf der Bank saß. „Wir haben kämpferisch eine Superleistung abgeliefert, der Punkt ist hochverdient.“ Selbst ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen, so Oschmann, der mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen haderte.

Gestützt auf eine gute Torhüterleistung von Max Suter (2/7m abgewehrt) und Max Henkel sowie eine sehr gute Abwehrarbeit, lagen die Baunataler ab der zwölften Minute immer mit einen knappen Vorsprung vorn. Die Gastgeber glichen zwar zwischenzeitlich aus, aber beim 23:18 (38.) hatte sich Baunatal mit ihren starken Rückraumspielern Range und Vogt, mit fünf Toren abgesetzt. Nach einer Gastgeber-Auszeit traf dann der schnelle Linksaußen Timo Treber innerhalb von 82 Sekunden dreimal für die Massenheimer und die Partie war wieder offen. 46 Sekunden vor Spielende lag Baunatal mit 31:29 vorn. Doch eine zweifelhafte Zeitstrafe für Tim Range, verbunden mit dem berechtigten Strafwurf brachte Baunatal in den Schlusssekunden den Nachteil ein. Erst verkürzte Teuner per Siebenmeter und im Anschluss gingen die Gastgeber in eine offensive Deckung über. Die Unterzahl der Baunataler nutzte dann Mrowietz, der mit dem Schlusspfiff zum mehr als glücklichen 31:31 Ausgleich traf.

Das Weizenbier beim anschließenden Spieltalk schmeckte Baunatals Trainer Mike Fuhrig prächtig. Er, der über zwei Jahrzehnte den Handball im Ländchen mitprägte, nahm genüsslich einen Schluck. „Woher wisst ihr, dass ich Weizen trinke“, fragte er mit einem Lächeln auf den Lippen. Sein Gegenüber HSG Coach Gilles Lorenz dagegen verzog keine Miene. Zu sehr beschäftigten ihn die sechzig Minuten. fri/hsg-uos

 

HSG Baunatal

Henkel-Suter; Lubadel; Kiekel, Reinbold 1, Martin 3, Heidig 6/5, Vogt 8, Schäfer 4, Dexling, Range 5, Hartung 1, Rietze 3

HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim

Quandt, Schermuly, Buckel 3, Schaeffter 4, Crecelius, Treber 10, Göttert, Timo Mrowietz 1, Yannick Mrowietz 2, Heuss 1, Walter 2, Botzenhardt 1, Avemann Teuner 7/3

 

Zuschauer: 300

 

Entscheidungen der Schiedsrichter Niklas Häfner/Alexander Schmitt (TV Gelnhausen)

HSG Baunatal | Strafwürfe 6 – Zeitstrafen 4 – gelbe Karten 3 – Disqualifikation 0

HSG Breckh./Wallau/Massenh. | Strafwürfe 7 – Zeitstrafen 2 – gelbe Karten 1 – Disqualifikation 0

 

Spielfilm: 1:0 (1.), 4:2 (5.), 6:6 (9.), 8:10 (14.), 11:10 (19.), 11:14 (23.), 15:15 (26.), 16:18 HZ. 17:21 (36.), 18:23 (38.), 19:23 39.), 23:24 (45.), 25:25 (48.), 27:28 (55.), 29:31 (60.), 31:31

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