HSG Baunatal II - GSV Eintracht Baunatal II 36:33 (24:14)

von Oliver Ozellis

HSG II zittert sich zum Derbysieg!

Zwei völlig verschiedene Halbzeiten - eine der besten und eine der schwächsten diese Saison. So kann das Fazit zum Sieg im Stadtderby lauten. Mit 36:33 (24:14) schlug die zweite Herrenmannschaft der HSG Baunatal die Gäste aus Großenritte und setzt sich damit weiterhin auf Platz 2 in der Tabelle fest.

Der Grundstein des Erfolges wurde in der ersten Halbzeit gesetzt. Die deutliche Pausenführung hatte sich allerdings zunächst nicht angedeutet. Zu passiv und zu schwach im Zweikampf präsentierte sich die HSG in den Anfangsminuten. Nach turbulentem Start stand es so bereits 7:7 (8.). Dann bekam der Gastgeber den Rückraum der Gäste besser in den Griff und kurbelte das eigene Tempospiel an. So startete der Favorit einen 14:5-Lauf, der in der 24:14-Pausenführung mündete. Diese fünfzehn Minuten waren defensiv, im Umschaltspiel und offensiv wie aus einem Guss und der Gegner schien geschlagen.

Obwohl sich in der Kabine vorgenommen wurde, die Konzentration und die Einstellung hochzuhalten, folgte eine bittere zweite Halbzeit, die wohl als die schwächste der bisherigen Saison gewertet werden kann. Ein unglaublich fahriger und fehlerbelasteter Angriff ermöglichte dem GSV zahlreiche Tore im Tempogegenstoß, eine undisziplinierte und überforderte Abwehr mehrere Überzahlsituationen. Diese waren es auch, die das Spiel wieder eng machten. Während das Ergebnis bis zum 31:21 (43.) noch stabil war, kippte das Duell Mitte der zweiten Halbzeit in doppelter HSG-Unterzahl auf der Anzeigetafel. Die Eintracht startete einen 7:1-Lauf und verkürzte auf 32:28 (49). War es im ersten Durchgang noch Marian Seibert, der der Eintracht Sorgen bereitete, so schlug nun der dynamische Nico Schwöbel auf Großenritter Seite zurück. Insgesamt sechzehn Treffer erzielte der Alleinunterhalter im GSV-Trikot. Doch die Zeit rettete die HSG. Trotz eines 12:19 im zweiten Durchgang durfte ein schmeichelhafter 36:33-Sieg gefeiert werden.

Unterm Strich zählen aus dem Spiel zwei Dinge: Zum einen: DERBYSIEGER! Zum anderen: Trotz der schwachen zweiten Halbzeit sollten die guten dreißig Minuten nicht vergessen werden. Diese spiegeln eher die bisherige Saisonleistung wieder. Daher sollten die beiden Punkte mitgenommen und mit Selbstvertrauen in die Endphase der Hinrunde geblickt werden. Am nächsten Wochenende steht ein schweres Auswärtsspiel beim Landesligaabsteiger SHG Hofgeismar/Grebenstein an. Dann muss wieder über sechzig Minuten Leistung gezeigt werden, um den nächsten Erfolg klarzumachen.

Für die HSG spielten: Stolte, Albert (Tor); Ertner 3, Zarth, Ozellis 3, Seibert 12/2, Rzepka 2, Stein 3, Richter 3, Seifert 3, Fischer 1, Ganasinski 1, Dittmar 2, Käse 3.

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