HSG Baunatal - JSG Dittershausen/Waldau

von

Na, das fängt ja mal ganz gut an!

Mit gemischten Gefühlen fieberten wir unserem ersten Saisonspiel entgegen. Zum einen ist uns unsere Leistungsstärke durch die unterschiedlichen Ergebnisse der Vorbereitungsspiele nicht bekannt, zum anderen war der Respekt gegen den letztjährigen A-Jugend Hessenmeister deutlich zu spüren. Doch wie das so ist im Leben, wir fingen einfach mal an, Handball zu spielen. Zum Erstaunen aller in der Halle legten wir sofort los wie die Feuerwehr. Unsere drei Küken, Lotte, Annalena und Tabea, legten den Gästen schnell 3 „Eier“ ins Nest und verschafften so dem Team von Anfang an das Vertrauen ins sich. Dittershausen glich aber ziemlich schnell aus und so ging es bergauf und bergab durch die erste Halbzeit. Wir fanden einfach nicht so richtig den Zugriff auf Halblinks in der Abwehr und ließen gegen die, aber auch mal ehrlich angemerkt, bärenstarken Gästekeeperinnen zu viele Chancen liegen.

Was aber eindeutig zu sehen war, wir wollten heute unsere beste Leistung abrufen! So lagen wir bis zum Pausentee immer in Front und gingen dadurch mit einer verdienten Halbzeitführung pausieren. In der Kabine wurden dann nur Kleinigkeiten angesprochen. Die Mädels waren sehr aufnahmefähig und von ihrer erbrachten Leistung wohl selber überzeugt. Die zweite Halbzeit konnte kommen. Schnell waren die Mädels wieder bei der Sache. Dass das 14:10 durch Kim in der 35. Minute schon eine Art Vorentscheidung sein sollte, ahnte keiner oder sagen wir es mal so, eine schon! Die hieß Nathalie Fiand, ihres Zeichens zukünftige Betonbauerin. Unfassbar, wie sie sich steigerte und das Tor zumauerte. Gerade auf der halblinken Seite hatten wir heute arge Deckungsprobleme, probierten eigentlich fast jedes Mädel dort aus. Doch wir handelten uns (leider zu Recht) eine Siebenmeterstrafe nach der anderen ein. Dazu auch die progressiven Bestrafungen. Aber Nathalie hielt einfach mal 6 Siebenmeter und bestätigte mal wieder die alte These des Damenhandballs: „Du musst eine starke Torhüterin und sichere Siebenmeterschützen haben und du gewinnst alles!“

Und was noch mindestens genauso gut war: wir erzielten weiter in regelmäßigen Abständen unsere Tore. Beim 19:12 glaubten wir selber daran, das Spiel gewinnen zu können. So können wir resümieren: der Einsatz aller Mädels hat von der ersten bis zur letzten Minute gestimmt, das Umschalten ins Angriffsspiel hat dem Trainer gefallen, die Laufwege mit den Auslösehandlungen müssen noch stark verbessert werden, die Abwehr war wieder mal der Weg zum Erfolg (bis auf die kleine Ausnahme auf Halblinks)………………. so kann es weiter gehen, Mädels!

Es spielten: Nathalie Fiand (gefühlt 20 Paraden), Lotte Norwig (5), Jana Gessner, Hannah Engel (7/4), Caro Wolke, Annalena Borosch (4), Clarissa Zinke (1), Tabea Blömeke (2/2), Celina Wicke, Carlotta Riekhof, Alisa Gessner, Kim Becker (1)

Zurück