HSG Baunatal bezwingt den VfB Viktoria Bettenhausen mit 33:26
Baunatal – Eine klare Sache war letztlich der Derbysieg der HSG Baunatal in der Handball-Oberliga der Männer über den VfB Viktoria Bettenhausen. Mit 33:26 (16:13) setzten sich die Gastgeber verdientermaßen in der Baunataler Max-Riegel-Halle durch.
Verletzungsbedingt fehlten bei den Baunatalern Lasse Gnau, Max Henkel, Michel Schäfer und Simon Gruber. Entsprechend musste HSG-Trainer Dennis Weinrich die Abwehr und den Angriff wieder einmal mehr umbauen.
So richtig sicher sein, dass die beiden Punkte auch in Baunatal bleiben, konnte sich die HSG eigentlich erst in der zweiten Halbzeit. Die unbequemen Bettenhäuser hatten sich knapp 35 Minuten nicht wirklich abschütteln lassen. Grundsätzlich setzte sich dann aber das schnelle Spiel der Baunataler aus einer starken Abwehr durch. Zudem war Maximilian Suter, der den verletzten Max Henkel vertrat, eine sichere Bank im HSG-Tor. Suter war nach 24 Minuten für Marcel Lohrbach gekommen.
Dass der VfB Viktoria Bettenhausen immer wieder erfolgreich ins Spiel zurückkam, lag zum einen an Dominik Natge im Tor, zum anderen an der Treffsicherheit von Marian Seibert. Der schloss aus vielen Situationen sicher ab und war zum Ende mit 12/2 Treffern der erfolgreichste Torschütze des Derbys. Aber auch Marin Juricic überzeugte mit seinen sechs Treffern. Dass die HSG Baunatal letztlich das heimische Duell doch sicher gewann, war einer geschlossenen Mannschaftsleistung geschuldet. Dazu der bereits erwähnten starken Abwehr und der Spielfreude des Rückkehrers Til Krug, der aus dem gebundenen Spiel zehnmal ins Bettenhäuser Tor traf.
Sehenswert ebenfalls die vier selbstbewussten Treffer von Finley Hahn. Auch ein Beweis dafür, dass sich die HSG Baunatal auf ihre jungen Spieler verlassen kann. Tore erzielte fast die komplette Mannschaft, Adrian Rudolph traf dabei zweimal sicher vom Punkt (6/2).
Die HSG Baunatal war mit 2:0 in Führung gegangen und lag dann mit 7:4 (12.) und 9:8 (16.) vorn, ehe Bettenhausen bis zum 13:13 (23.) insgesamt viermal ausglich. Nach dem 17:14 (32.) baute Baunatal innerhalb von sechs Minuten die Führung auf 21:15 aus. Damit steuerte sie dem sicheren Erfolg entgegen, auch wenn die Viktoria aus Bettenhausen immer wieder zu Torerfolgen kam.
Den Schlusspunkt für die Gäste setzte Marian Seibert mit dem verwandelten Siebenmeter zum 33:26 und Sekunden vor Schluss Max Suter mit der letzten Parade des Spiels für die HSG.
„Wir sind eben immer noch in der Findungsphase, auch wenn schon viel so lief, wie wir uns das vorstellen“, sagte Baunatals Trainer Dennis Weinrich nach der Partie. Dem gefiel das Entscheidungsverhalten nicht immer, es wurde das Tempo stellenweise verschleppt und in der Abwehr zu wenig gegenseitig geholfen. Lob gab es für Til Krug, der für seine Tore „weite Wege ging“.
„Wir hatten das Spiel bis zur 35. Minute eigentlich relativ gut im Griff“, sagte Bettenhausens Trainer Marvin Heidig. „Aber die HSG Baunatal ist personell eben ausgezeichnet besetzt. Wir werden unsere Punkte auch noch holen“, ist sich Heidig sicher. Lob hatte der VfB-Coach für seine beiden Torhüter: „Die spielen bisher auf einem guten Niveau.“
HSG Baunatal : Lohrbach - Suter; Martin 2, Kutzner 1, Schmidt 1, Krug 10, Rudolph 6/2, Dexling 2, Geßner, Richter 2, Rietze 3, Hahn 4, P. Schäfer 1, Werkle 1.
SPIEL GEGEN TV KÜLTE WIRD WIEDERHOLT
Das Verbandssportgericht des Hessischen Handball-Verbandes hat dem Einspruch der HSG Baunatal gegen die Wertung des Männer-Oberligaspiels gegen den TV Külte (35:36) stattgegeben. Nach der Entscheidung des Sportgerichts muss die Partie zwischen der HSG und Külte wiederholt werden. Ein neuer Termin muss zwischen den beiden Teams noch abgesprochen werden. Was war geschehen? Kurz vor der Halbzeit wurde fälschlicherweise ein Treffer der Nummer 10 der HSG Baunatal, Simon Gruber, der Nummer 10 des TV Külte, Heinrich Wachs, zugeordnet. Sonst hätte es 18:24 statt 19:23 gestanden.