Zwei Teams in der Findungsphase

Ante Franic (links) ist mit dem VfB Viktoria Bettenhausen bei der HSG Baunatal und Tobias Geßner zu Gast. © Foto: Dieter Schachtschneider

HSG Baunatal empfängt Bettenhausen zum Derby der Handball-Oberliga

VON PATRICK SCHEWZYK
Kassel – Wenn am Sonntag die HSG Baunatal um 17 Uhr den VfB Viktoria Bettenhausen in der Max-Riegel-Halle empfängt, ist es für beide Teams das zweite Derby in dieser Saison.

Der Start in die Spielzeit der Handball-Oberliga verlief für die beiden Mannschaften allerdings ziemlich unterschiedlich. Die HSG stolperte zum Auftakt zu Hause über den TV Külte, fuhr an den folgenden Spieltagen dann aber zwei Siege ein. Über das Ergebnis gegen Külte herrscht nach wie vor keine Klarheit, da der Spielbericht nach Einspruch der Baunataler noch nicht vom Hessischen Handball-Verband bestätigt wurde. Somit steht die HSG aktuell bei einem Punktverhältnis von 4:2.

Die Leistungen aus den vergangenen beiden Spielen zeigen auf, dass die Mannschaft sich allmählich an das neue Spielsystem von Trainer Dennis Weinrich gewöhnt. „Wir sind sicherlich noch in der Findungsphase, aber wir haben es geschafft, in den letzten Spielen eine Schippe draufzulegen. Trotzdem haben wir noch Luft nach oben und müssen weiter mit Vollgas durchziehen“, sagt Weinrich.

Auch bei den Gästen aus Bettenhausen zeigt die Formkurve nach oben, wenn auch die Punkte bislang ausblieben. Am letzten Spieltag führte die Mannschaft von Trainer Marvin Heidig zur Halbzeit gegen Dittershausen mit 16:15. In der zweiten Halbzeit hatten die Bettenhäuser immer wieder mit Zeitstrafen zu kämpfen und unterlagen am Ende nach einem engen Spiel mit 27:31. „Ich denke, ein Sieg für uns wäre in diesem Spiel nicht unverdient gewesen. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel und merken, dass es von Spiel zu Spiel besser wird. Jeder in der Mannschaft weiß das und kann sich daran festhalten“, sagt Heidig.

Auch wenn die Baunataler als Favorit für das kommende Aufeinandertreffen gelten, gibt sich Heidig vor dem Spiel kämpferisch: „Es wird sicherlich eine Abwehrschlacht. Baunatal macht das Spiel sehr breit und ist mit Würfen von neun Metern immer gefährlich. Wir müssen dagegen offensiv agieren und sehen auch in diesem Spiel unsere Chance, etwas zu holen.“

Auch Weinrich, der zurzeit mit vielen Verletzungssorgen in seinem Kader zu kämpfen hat, rechnet mit einer schwierigen Aufgabe für sein Team. Jannis Kiekel, Simon Gruber und Lasse Gnau fallen für die Partie aus. Zumindest kann sich der Coach auf die Rückkehr von Til Krug in den Kader freuen. „Bettenhausen ist wie wir auch noch in der Findungsphase. Sie hatten zum Auftakt sehr schwierige Spiele und haben mit Marian Siewert einen Unterschiedsspieler in ihren Reihen. Darauf werden wir uns vorbereiten“, sagt Weinrich. Aufseiten der Bettenhäuser sind ebenfalls einige Spieler angeschlagen, Prognosen zum Kader lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keine treffen.