Es geht nicht mit Freundlichkeit allein

UNPARTEIISCH Jette Range pfeift im Handball respektvoll und selbstbewusst

Bei Jette Range gibt es ein paar Ungewissheiten. Eines ist aber klar. „Ich werde immer weiter pfeifen. Egal, auf welchem Niveau und wieviel Zeit ich zur Verfügung habe“, sagt die Schiedsrichterin. Zuviel Freude bereitet ihr das Hobby und ist zudem die Möglichkeit, dem geliebten Handballsport verbunden zu bleiben. Denn ob die 18-Jährige von der HSG
Baunatal, die als Achtjährige mit dem Spielen beim Ortsrivalen GSV Eintracht begann und einige Jahre später zum Nachbarn wechselte, selbst weiter aktiv sein kann, ist wegen einer Verletzungfraglich. Und es gibt eine weitere Ungewissheit. Range möchte nach dem Abitur im Sommer an der Herderschule ein Studium bei der Polizei beginnen.
Dann könnte die Zeit knapp werden. „Aber ich muss ja nur sechs Spiele pro Saison leiten,damit es für dieHSG angerechnet wird. Das ist immer drin“, sagt die Baunatalerin.
Als sie vor rund zwei Jahren erfuhr, dass ihr Verein eine Gruppe junger neuer Schiedsrichter-Aspiranten zum Bezirkslehrgang anmeldete, entschloss sich Range spontan zum Mitmachen. „Es hat Spaß gemacht und ich mag es gern, Verantwortung zu übernehmen“, sagt sie. Fern lag der Schritt nicht, zumal sie aus einer Handballfamilie kommt.
Vater Dirk Range und Bruder Tim machten sich im nordhessischen Handball längst einen Namen. Den Einstieg in die Schiedsrichterei verlief für Range ohne Schwierigkeiten. „Die Ausbildung ist für jeden machbar. Danach wird man fünf Spiele lang von einem Beobachter des Bezirks begleitet und unterstützt. Man lernt in der Praxis“, erklärt sie und ergänzt: „Auch mein Papa war immer dabei. Er hat mich gut geführt und mir Sicherheit gegeben.“ Range begann in der D-Jugend, inzwischen pfeift sie weibliche B- und
männliche C Jugend. Allein, noch nie im Gespann. „Jetzt hat aber die HSG gefragt, ob ich nicht A-Jugend und daher mit Partnerin pfeifen will. Das wäre auf lange Sicht schöner, aber mit Abhängigkeiten verbunden“, sagt Range. Was ihr beim Schiedsrichtern wichtig ist? „Freundlichkeit. Ohne zu freundlich zu sein. Damit allein kommt man vor allem bei den Jungs nicht weiter“,sagt sie und fügt an: „Und ich bin respektvoll, aber trotzdem selbstbewusst. Die gerade Körperhaltung muss sein. “Ohne jede Ungewissheit.

VON WOLFGANG BAUSCHER/HNA

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