Mit starker Teamleistung zum Sieg

HSG Baunatal schlägt Kleenheim-Langgöns 37:20 – Torfrau Paula Küllmer mit gutem Einstand

 

 

Text: PETER FRITSCHLER / Foto: Dieter Schachtschneider


Baunatal – Das war ein Auftakt nach Maß für die Handballerinnen der HSG Baunatal in der Regionalliga. Klar mit 37:20 (17:12) schickten die Nordhessinnen die HSG Kleenheim-Langgöns auf die Heimreise.

Die Gastgeberinnen waren etwas holprig in die Partie gestartet. Da fehlte noch der wirkliche Zugriff in der Abwehr, etwas Passgenauigkeit und der direkte Zug nach vorn. Nach dem 8:8 (19.) hatte man aber ins Spiel gefunden. Als dann Rika Simon mit drei Treffern in Folge aus dem 13:10 ein 16:10 machte, war der Knoten endgültig geplatzt. Nach der Pause bestimmte nur noch die HSG Baunatal die Partie und setzte sich über 22:13 (23.), 30:15 (48.) und 35:17 (53.) bis zum 37:20-Sieg ab.

Die Pluspunkte der HSG Baunatal an diesem Abend in der ungewohnten Max-Riegel-Halle waren die kompromisslose und aggressive Abwehr, das schnelle Spiel aus dieser heraus, zum Tempogegenstoß oder auch in den Positionsangriff. Dazu kam ein gutes Rückzugsverhalten. Die HSG machte nach der unglücklichen Anfangsphase ständig Druck und Tempo und auch beim Wechsel von Spielerinnen kam kein Bruch ins Gefüge.

Und es war auch das Spiel der Paula Küllmer, die zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für die HSG im Tor stand. Küllmer führte sich nach 70 Sekunden bestens ein, als sie den Siebenmeter von Carlotta Werum parierte. Insgesamt verzeichnete Küllmer bis zur 45. Minute 14 Paraden.

Die Frage nach der Zufriedenheit von Paula Küllmer stellte sich dann nach der Partie auch nicht. „Das war ein guter Saisonstart für mich und für die Mannschaft. Wir haben heute eine starke Abwehr gestellt“, freute sich Küllmer. Die ist seit dieser Saison auch Kapitänin der Baunatalerinnen. „Das ist schon etwas anderes, aber positiv gesehen“, sagt Küllmer. „Heute hat jede ihren Platz in der Mannschaft gefunden, das war eine echte Teamleistung“, so die Torfrau.

Nach 45 Minuten kam Lisa Clobes in den Kasten und zeigte mit ihren fünf Paraden, darunter einem gehaltenen Siebenmeter, dass auf sie auch wieder Verlass ist.

Die HSG musste auf Letizia Trombello (Bänderdehnung im Fuß, saß aber mit auf der Bank) und Jessica May, die vorerst nicht zur Verfügung steht, verzichten.

Trainer Arnd Kauffeld war grundsätzlich zufrieden. „Wir sind allerdings schlecht in die Partie gestartet, haben uns aber dann gefangen und das Spiel bestimmt“, sagte Kauffeld. Der hatte eine Verbesserung im Tempogegenstoßspiel gesehen. „Kleenheim war allerdings nicht der starke Gegner wie in der Vorsaison“, so Kauffeld.

Genau das müsste jedem klar geworden sein. Man darf den Erfolg über die HSG Kleenheim-Langgöns nicht überbewerten. Die Gäste verloren spieltragende Akteurinnen und holten Spielerinnen aus der eigenen Jugend in die Erste. Am nächsten Wochenende wird man nach dem Spiel der HSG Baunatal bei der HSG Hungen/Lich wissen, was der Erfolg über Kleenheim wert war.

HSG Baunatal: Clobes, Küllmer; Trombello, Simon 6, Brüßler 4, Geßner 1, Mihr 1, Prauss 2, Bär 3, Schmidt 1, Pulja 3, Deichmann 1, Kauffeld 12/7, Grün, Nöchel 3