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HSG-Frauen nach Kantersieg schon Zweiter

Mittendurch: Charlotte Mihr, fünffache Baunataler Torschützin, überwindet die Zwingenberger Deckung und kommt zum Abschluss. © Fotos: Andreas Fischer

 

Baunataler Handballerinnen rücken nach 47:25 gegen Zwingenberg an Spitze heran

Baunatal – Wo soll das bloß noch hinführen?! Nach dem fünften Sieg in Serie rückten die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Baunatal in der Tabelle noch weiter nach vorn und sind nun bereits Zweiter. In eigener Halle entledigten sie sich der Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht Tus Zwingenberg souverän und gewannen 47:25 (20:12).

Ob die Aufgabe gegen die sieglosen Südhessinnen womöglich eine schwerere Aufgabe sei als jene in zwei Wochen – nach der Karnevalspause – bei Spitzenreiter SV Germania Fritzlar, mochte HSG-Trainer Arndt Kauffeld vor dem Duell nicht beantworten. „Das sage ich später“, erklärte er mit einem Lächeln. Sollte er Befürchtungen gehegt haben, seine Mannschaft könnte die Gäste unterschätzen, so erwiesen sich diese bald als unbegründet.

Baunatal war sofort da und führte bald 5:0. Erst in der achten Minute glückte dem Tus der erste Treffer. Ab dem 7:2 schlichen sich bei der HSG jedoch Unsicherheiten und Missverständnisse ein. Ab dem 13:10 drehten die Gastgeberinnen wieder auf, erhöhten das Tempo und nutzten die Fehler der überforderten Südhessinnen. Diese verfügten in Sibylle Droll (14/6) und Spielmacherin Jamila Coban (6) über starke Kräfte, die aber im kleinen Kader mit nur acht Feldspielerinnen wenig Unterstützung fanden.

Nach dem 20:12-Pausenstand ging es in der zweiten Hälfte stellenweise Schlag auf Schlag. Immer leichter fiel es der HSG, oft mit sieben Feldspielerinnen, ihren Vorsprung auszubauen. Kaum einmal musste sie ins gebundene Spiel, sondern traf über die erste und zweite Welle. Zudem steigerte sich Sophie Gerner im Tor. Kauffeld war schließlich angetan. „Wir haben im Angriff guten Druck entwickelt und die Räume Räume gut bespielt. Das war ein Schritt nach vorn, unabhängig vom Gegner“, mochte der Trainer die eigene Stärke nicht im überforderten Kontrahenten begründet sehen.

Grund zum Feiern gab es in der Halle noch aus einem anderen Grund. Kreisläuferin Frederike Peter hatte am Spieltag 30. Geburtstag. Nicht nur ihr Treffer in der letzten Aktion der Partie sorgte für großen Jubel. Denn der mit zahlenmäßig starkem Aufgebot zu ihren Ehren angereiste Carneval Club Besse, dessen Prinzessin sie heuer ist, hatte schon zuvor für beste Atmosphäre in der Halle gesorgt. „Ich hatte nur meine Eltern eingeladen und wusste nicht, dass alle kommen. Es war überwältigend“, sagte Peter. Spontan erklärte sie sich zur Kostenübernahme bei den Getränken für die folgende Geburtstagsfeier bereit. Könnte teuer geworden sein.

Aber wo soll es denn nun hinführen für die HSG? „Rechnen dürfen andere. Ich sehe Sachen, an denen wir arbeiten und die wir verbessern müssen“, sagte Kauffeld. Fruchten soll dies schon am 21. Februar in Fritzlar.

HSG Baunatal:

Clobes - Gerner; Peter 2, Trombello, Simon 6, Brüssler 8, Mey 5, Mihr 5, Günther, Krebs 2, Schmidt 1, Pulja 2, Deichmann 5, Kauffeld 8/5, Nöchel 3

WOLFGANG BAUSCHER