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30:25 – Baunatal nun zehnmal ungeschlagen

Überzeugte bei Baunatal: Lina Nöchel (links), die hier gegen Franziska Dietz von Kleenheim-Langgöns zum Wurf kommen will. Foto: Dieter Schachtschneider

Regionalliga-Handballerinnen der HSG wahren gegen Kleenheim-Langgöns kleine Titelchance

Baunatal – Die Serie hielt. Die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Baunatal schlugen in eigener Halle die HSG Kleenheim-Langgöns mit 30:25 (17:12) und blieben zum zehnten Mal ungeschlagen. Sie wahrten zudem als Zweiter ihre kleine Chance, Spitzenreiter Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden noch abzufangen. Bei den Südhessinnen gastiert die Mannschaft von Trainer Arnd Kauffeld am Samstag zu ihrem letzten Auswärtsspiel, ehe sie nach der Osterpause zum Abschluss Hungen/Lich erwartet.

Wohl auch deshalb, weil der Titel nicht das Ziel der Baunatalerinnen war und sie wider Erwarten oben dabei sind, gab sich Kauffeld schon vor dem Anwurf gelassen. „Wir sind ganz entspannt, haben keinen Druck“, sagte er. In einigen Phasen wirkte sein Team beinahe zu entspannt. Auf starke Momente folgten solche, in denen die Konzentration zu fehlen schien und sich Unsicherheiten breitmachten. Kuriositäten kamen hinzu: Nach einem Wurf von Lina Nöchel an den Innenpfosten sprang der Ball nicht ins Tor, sondern blieb am Boden eingekeilt hängen. Und für Paulina Kauffeld gab es einen Schreckmoment, als sie direkt an einem der Schiedsrichter vorbeilief, als dieser in Höhe ihres Ohres pfiff.

Ernsthaft gefährden konnten die Gäste die Nordhessinnen jedoch nicht. Zwar kamen die Baunatalerinnen nie richtig weg, Kleenheim-Langgöns aber auch nie nah heran. Beim 21:19 (44.) betrug der Vorsprung einmal nur noch zwei Treffer, ehe dieser wieder ausgebaut wurde.

Erfolgreich war das Kauffeld-Team meist dann, wenn es Ballverluste der Gäste mit Gegenzügen ausnutzte. Weniger gut sah es im Positionsspiel aus. Dabei stießen die Gastgeberinnen bei der robusten, körperlich starken Defensive des Gegners auf Granit. Wobei auch Ideen fehlten und der Baunataler Angriff vielfach ungeschickt handelte. Anders als sonst setzte Kauffeld kaum auf das Mittel der siebten Feldspielerin. „Wir wissen, dass wir das können. Aber wir wollten die Situationen im Sechs-gegen-Sechs lösen und mussten dieses Mal auch kein Risiko eingehen“, sagte der Trainer.

Das Resultat gab ihm recht und neben den Punkten durfte er sich auch über anderes freuen: „Die Mannschaft entwickelt sich gut weiter. Ich bin erstaunt, was sich manchmal in nur einer Woche tut“, erklärte er und nannte exemplarisch Spielerinnen wie Nöchel und Laetizia Trombello. Letztere traf in wichtigen Momenten und überzeugte im Rückzugsverhalten.

Ein insgesamt 30-minütiges Debüt feierte die zuletzt vereinslose und davor in Kirchhof spielende, kurzfristig verpflichtete Torhüterin Yan Li Stannies und bewies, dass sie eine Verstärkung sein kann. Auf sie und ihre Kollegin Lisa Clobes könnte es am Samstag ankommen. „Wir wollen dort attackieren, gewinnen und uns gegen eine Topmannschaft beweisen“, blickte Kauffeld voraus.
WOLFGANG BAUSCHER

HSG Baunatal
Clobes - Stannies, Peter, Trombell 5, Simon 5, Brüßler 3, May 1, Mihr 5, Krebs, Schmidt 1, Pulja 2, Deichmann 2, Kauffeld 3/2, Nöchel 3