Regionalliga | Frauen - HSG Baunatal klettert auf Rang zwei
Unsanft gebremst: Baunatals Paulina Kauffeld (Mitte) gegen die Abwehr des TV Hüttenberg. Foto: Dieter Schachtschneider
Regionalliga-Handballerinnen aus der VW-Stadt schlagen TV Hüttenberg mit 29:26
Baunatal– Nach zwei Unentschieden feierten die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Baunatal wieder einen Sieg. Mit dem 29:26(15:11) über den TV Hüttenberg kletterte die Mannschaft von Trainer Arnd Kauffeld auch auf den zweiten Rang der Tabelle, da Fritzlar bei Gedern/Nidda verloren hatte. Und die Baunatalerinnen machten damit auch die 23:28-Niederlage aus dem Hinspiel wett. Das Duell zwischen den bei den Teams aus dem oberen Tabellendrittel war bis in die Schlussminuten spannend, auch wenn Baunatal des Öfteren mit drei Toren Vorsprung führte. Paulina Kauffeld hatte in der HSG-Arena in Hertingshausen den Torreigen eröffnet. Beim 3:2 (5.) führte Hüttenberg das einzige Mal im Spiel. Kurz vor der Pause legte die HSG Baunatal den ersten Grundstein zum Sieg. Trotz Unterzahl machte sie aus dem 11:9 (26.)ein 13:10 (28.) und legte bis zur Halbzeit noch bis zum 15:11 nach.
In die zweite Spielhälfte starteten die Gastgeberinnen etwas verhalten, hatten Probleme mit dem Rückzugsverhalten und Hüttenberg kam auf 17:15(34.) heran. Beim 20:19 (44.) war es dann ganz knapp. Aber die HSG-Frauen wachten mit zwei Treffern von Rika Simon wieder auf und lagen mit 22:19 vorn. Das Spiel blieb aber weiter eng. Das lag auch daran, dass der TV Hüttenberg körperlich sehr stark spielte und immer wieder mit höchstem Einsatz in die Zweikämpfe ging. Doch die HSG löste auch diesen Druck wieder auf, indem sie mehr Tempo machte. Beim 28:24 (55:35) führten die Hausherrinnen klar, Hüttenberg verkürzte noch zweimal, aber Charlotte „Lotti“ Mihr setzte mit dem 29:26 eine knappe halbe Minute vor Spielende den Schlusspunkt. Die Partie gegen Hüttenberg war mit Sicherheit das erwartete schwere Spiel. Die Mittelhessinnen standen kompakt in der Abwehr, griffen kräftig zu und hatten in Melike Neidel eine Topfrau im Tor. Im Angriff waren Jule Naumann und Isabel Braun nur schwer zu bremsen. Die HSG Baunatal hielt über fast 60 Minuten konzentriert dagegen. Lisa Clobes hielt mit ihren Paraden ihr Team immer im Spiel. Dazu störte die Abwehr früh und erfolgreich, hatte aber auch in einigen Situationen unnötige Löcher. Im Angriff zeigte sich die HSG in Eins gegen-eins-Situationen überlegen und demonstrierte ihre Stärke vor allem auch in Unterzahl. „Das war ein verdienter Sieg, bei dem ich nie das Gefühl hatte, dass wir das Spiel verlieren könnten“, sagte Paulina Kauffeld. Die lobte den Kampfgeist und das Eins-gegen-eins-Spiel. Vater Arnd Kauffeld empfand die Abwehr als stark: „Wir haben sehr gut verteidigt und immer frühzeitig erkannt, wo es hingeht.“ Die Zuschauer hätten tolle Tore gesehen und die Mannschaft sei wieder einen Schritt nach vorn gekommen. Am nächsten Samstag tritt die HSG Kleenheim/Langgöns bei der HSG Baunatal an.