News

Dittershausen klar überlegen

Baunatals Jonas Kutzner (Mitte) gegen Fynn Benedix (links) und Moritz Grimmelmann. © Foto: Dieter Schachtschneider

HSG Baunatal verliert Derby deutlich mit 33:23

Baunatal - Dass Derbys ihren eigenen Charakter haben, ist bekannt. Da gibt es dann auch schon mal ein unerwartetes Ergebnis. Dass aber die TSG Dittershausen das heimische Duell der Handball-Oberliga der Männer so deutlich bei der HSG Baunatal gewinnt, das konnte man sicher nicht vorhersagen. Mit 33:23 (15:12) setzten sich die Fuldabrücker in der HSG-Arena durch.
Vor dem Spiel
Beim Gastgeber ist es nichts Neues, das ein kompletter Rückraum schon länger fehlt. Dazu kamen dann auch noch die Ausfälle von Simon Gruber und Torhüter Marcel Lohrbach. Für Letzteren kam Maximilian Suter zurück in die Mannschaft. Lasse Gnau ging angeschlagen in die Partie. Die TSG Dittershausen konnte ihre eingespielte Mannschaft aufbieten.

Das Spiel

Nach vierzig Sekunden bekam die TSG Dittershausen einen Siebenmeter zugesprochen, übrigens einer von insgesamt 17 für beide Mannschaften im gesamten Spielverlauf, Max Henkel im Tor parierte den Wurf von Moritz Gerlach. Beeindruckt waren die Gäste davon nicht. Sie führten gleich danach 2:0, dann lag die HSG mit 4:2 vorn, dann die TSG mit 6:5. Danach führten nur noch die Fuldabrücker, Baunatal nicht ein einziges Mal mehr. Noch nicht einmal so recht eng wurde es, nimmt man das 15:17 (34.) einmal aus. Beim 26:18 (46.) waren es acht Treffer Vorsprung, beim 31:21 (55.) schon zehn. Nach Hannes Gümpels Tor zum 32:21 (56.) klatscht man auf der Dittershäuser Bank schon ab.

Die Analyse

Die TSG Dittershausen überzeugte mit ihrer kompromisslosen und aggressiven Abwehr, sie störte früh, war schnell auf den Beinen und konnte sich im Tor auf Jannik Lengemann verlassen. Im Angriff führte Moritz Gerlach Regie, traf selbst sechsmal aus dem Spiel, und setzte seine Nebenleute gut ein. Dazu schaltete man schnell von Abwehr auf Angriff um. Die HSG Baunatal störte die Spielweise der Gäste zu spät und zu wenig, sie hätte energischer angreifen müssen und vor allem Gerlach konsequenter stören müssen. Im Angriff fehlte Struktur, viele Chancen blieben liegen.

Die Trainer

Die fehlende Struktur im Angriff bemängelte auch HSG-Trainer Mike Fuhrig. „Aber wo soll die herkommen, wenn im Training wegen Berufsausbildung, Verletzung oder Krankheit nur vier oder fünf Leute sind und ich für den Rückraum keinen echten Mittelmann mehr habe“, so Fuhrig. Es sei schon erstaunlich, dass man immer noch so gut in der Tabelle dastehe. „Wir haben alles, was wir uns im Training vorgenommen haben, auch umgesetzt“, freute sich Dittershausens Coach Mirko Jaissle über den „verdienten Sieg“. In der ersten Halbzeit sei noch nicht alles so optimal gelaufen, nach der Pause aber schon, „wir haben Baunatal nie richtig ins Spiel kommen lassen“. Man habe den Bann, noch nie in Baunatal gewonnen zu haben, gebrochen. „Dieses i-Tüpfelchen hat aus einer bisher guten Saison eine sehr gute gemacht“, so Jaissle.

Die Siebenmeter

Es gab in der gesamten Partie insgesamt 17 Siebenmeter (9/6 - 8/6) für beide Mannschaften, das heißt, es gab alle dreieinhalb Minuten einen Strafwurf. Dazu verhängten die Unparteiischen in Summe sieben Zweiminutenstrafen und zückten viermal die Gelbe Karte. Trotz allem war das Derby immer eine faire Partie.

PETER FRITSCHLER

HSG Baunatal

Henkel - Suter; Martin 3, Kutzner, Gnau 6/2, Schmidt, Schäfer, Krug, Rudolph 6/4, Dexling 3, Geßner 1, Hartung, Rietze 1, Hahn, Werkle 3.